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The Matrix


Realität oder Illusion? Die Welt von Neo (Keanu Reeves) gerät aus den Fugen. Der zwielichtige Agent Smith (Hugo Weaving) und seine Helfer jagen den Computerexperten, der ein Doppelleben führt.

Tagsüber geht er einer geregelten Arbeit nach, nachts hackt er sich in komplizierte Netzwerksysteme ein. Nicht nur die Agenten interessieren sich für Neo auch eine kleine Rebellengruppe unter der Führung des charismatischen Morpheus (Lawrence Fishburne). Ist die Welt eine komplexe Illusion, die nur in manipulierten Gehirnen existiert? Und werden die Menschen in der Realität von außerirdischen Wesen versklavt? Der Rebellenführer ist davon überzeugt, dass Neo der lange angekündigte Weltretter ist, der sie von der Knechtschaft befreit.

 
"Matrix" ist nicht umsonst zum ersten großen Blockbuster des Jahres avanciert. Es kommt selten genug vor, daß wir etwas wirklich neues zu sehen bekommen, aber hier ist es mal wieder so weit. Es ist zweitrangig, ob man der Story folgen kann, früher oder später hört man mit dem Denken sowieso auf, weil man sonst nicht mehr genug Hirnkapazität frei hätte, um die visuellen Eindrücke zu verarbeiten. "Matrix" kommt mit einer Bilderflut daher, die sich zwar aus bekannten Versatzstücken zusammensetzt, aber diese allesamt neue variiert. Kung-Fu wie aus dem besten Bruce Lee-Film und eine Zeitlupenverwendung die noch coooooler ist als die von John Woo, und alles getoppt von "flo-mo", einer Technik aus japanischen Animees. Dabei scheint ein Objekt in der Bewegung zu verharren, während die Kamera um es herum fährt. Zeit und Schwerkraft scheinen aufgehoben.
Knallharte SciFi-Fans könnten etwas enttäuscht darüber sein, daß ein Film, dessen Anfang unser grundlegendes Verständnis von Realität in Frage stellt, sich in der zweiten Hälfte zu einem reinen Actionfilm entwickelt. Aber es geht hier letztendlich um das Erlebnis dieser anderen Realität, nicht um ihre Hintergrundgeschichte. Als geklärt ist, was die Matrix ist, läßt man die Matrix Matrix sein und gönnt sich ein bißchen Spaß mit ihr. Denn, wenn das nicht die Realität ist, dann kann man hier doch ein paar echt coole Sachen abziehen, oder?

Was soll man dazu noch sagen? Es ist innovativ, revolutionär, verwirrend, beeindruckend. Hintergründig, wenn man beim Gucken noch Denken kann, ein visuelles Nirvana, wenn man das nicht mehr schafft. Aber das Denken kann man nachholen. Etwa eine Stunde später. Aber solange sollte man die Post-Movie-Dröhnung schon auskosten. Wer weiß, wann sie das nächste Mal wiederkommt. Andererseits, das Ende ist erst der Anfang ...

Regie:   Andy und Larry Wachowski
Schauspieler:  Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving, Joe Pantoliano

 



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