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Der weiße Planet


Beeindruckenden Tieraufnahmen und unbeschreiblichen Eispanoramen warten in dieser Arktis-Doku auf ihren interessierten Betrachter. Hier spielen die Tiere die Hauptrolle und werden dabei hautnah und vertraut von Kameras begleitet.


 

Die Macher von „Der weiße Planet“ haben bei der Dramaturgie ihrer eisigen Erzählung immer an der Vorstellung von einer „Oper der Wildnis“ festgehalten. So bekommen – vergleichbar mit den Akten einer Oper – alle Bewohner der Arktis in kurzen, aber eindringlichen Episoden vom Lemming bis zum Moschusochsen und vom Killerwal bis zum Beluga ihren ganz eigenen, ganz speziellen Auftritt. Dieser wird zwischendurch immer wieder von kolossal-schönen Panoramen unterbrochen und von den stetig wiederkehrenden Eisbären zusammengehalten, welche die Geschichte eines ganzen arktischen Jahres erzählen. Die Kameras sind dabei so nah an den faulenzenden, spielenden oder gar um ihr Leben kämpfenden Protagonisten dran, wie man es zuvor nur selten gesehen hat – egal ob an Land, an steilen, kantigen Klippen oder sogar unter Wasser, immer zeugen die Aufnahmen nicht nur von einer einmaligen Schönheit, sondern auch von einer ungewohnten Vertrautheit. Wie die beiden Regisseure mit Infrarotkameras an eine im Schnee eingebuddelte Eisbärenmutter mit ihrem Jungen herangekommen sind, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

 

Regie:   Jean Lemire, Thierry Piantanida, Thierry Ragobert
Drehbuch:   Stéphane Milliere, Thierry Piantanida



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