Staub
Ode an eine flüchtige und hartnäckige Materie. Fast jeder hat sich schon einmal darüber geärgert und jeder hat sich damit schon einmal beschäftigt. Er umgibt uns, ist ganz nah und dabei kaum wahrzunehmen, er kommt überall hin und ist kaum irgendwo erwünscht – Staub. Staub besteht aus Partikeln, die mit einem Durchmesser von einem Zehntel Millimeter die kleinsten Objekte sind, die eine Kamera ohne Hilfsmittel filmen kann.
Der Dokumentarist Hartmut Bitomsky hat in seinem Essay Staub die kleine Materie, über die wir fast ausschließlich in negativer Weise sprechen, filmisch unter die Lupe genommen und daraus ein vielschichtiges, kluges und unverhofft unterhaltendes Werk gezaubert, wie man es selten im Kino zu sehen bekommen dürfte. Es ist erstaunlich, wie Bitomsky es trotz der Banalität und Farblosigkeit des porträtierten Gegenstandes schafft, diesem Dynamik, Leben und zahlreiche schillernde Facetten abzugewinnen: Er begibt sich an all die Orte, wo Staub in all seinen Ausformungen anzutreffen ist und begegnet zahlreichen Menschen, deren Beruf (oder Berufung) darin besteht, dem Staub auf den Leib zu rücken.
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