Montag kommen die FensterNach dem Umzug in ein neues Haus hat Ärztin Nina (Isabelle Menke) ein paar Tage Urlaub, Hausmann Frieder (Hans-Jochen Wagner) legt Fliesen, Tochter Charlotte (Amber Bongard) spielt im neuen Kinderzimmer.
Eigentlich könnte Nina mit allem zufrieden sein, doch sie fühlt sich in den halb leeren Räumen fremd und reagiert aus dem Stand: ohne Nachricht verlässt sie ihre Familie. Regisseur Ulrich Köhler hat mit seinem Kino-Erstling «Bungalow» (2002) einen beachtlichen Erfolg erzielt und greift hier das Grundthema erneut auf. Ein Mensch bricht aus seinem konventionellen Alltag aus und Köhler beobachtet, ohne den Hintergrund zu erklären. Er zeigt, wie Nina ziellos durchs Mittelgebirge zieht, Schritt für Schritt zu ihrer Familie zurückkehrt und am Ende keine Idee hat, wie sie etwas verändern könnte. Montag kommen die Fenster Ninas könnte glücklich sein: sie hat ein Eigenheim geerbt und siedelt von Berlin nach Kassel um. Doch plötzlich wird Nina klar, dass dies jetzt ihr restliches Leben sein wird und sie stellt alles in Frage. Sie flieht zu ihrem Bruder ins Ferienhaus der Eltern und streift dort ziellos durch die Wälder. Dabei lernt sie einen alternden Tennisstar kennen. Doch sie schafft den großen Ausbruch nicht und versucht, in ihr altes Leben zurückzukehren. Aber etwas ist in ihr zerbrochen. Und dann kommen am Montag auch noch die falschen Fenster. Deutschland 2005 Spielfilmdauer: 92 Min. (ab 12 Jahre) Regisseur: Ulrich Köhler Darsteller: Isabelle Menke, Hans-Jochen Wagner, Amber Bongard u.a. |